Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke nur einen.
Indisches Sprichwort
Grundlagen
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Energiezufuhr Da der Energiebedarf eines Krebspatienten um bis zu 75% gegenüber dem eines Gesunden sein kann, ist dies mit ein entscheidendes Kriterium für den Erfolg der Therapie. Bei der Wahl der Lebensmittel ist daher auf energiereiche Produkte mit einer hohen Nährstoffdichte zu achten. Um dies in der Praxis zu erleichtern, wurden hochkalorische Produkte entwickelt, die zudem kohlenhydratarm sind und eine optimale Fettsäurenzusammensetzung aufweisen. Mahlzeitenfrequenz Um den Blutzuckeranstieg und damit die Insulinfreisetzung möglichst gering zu halten, sollten über den Tag verteilt mehrere kleine Portionen verzehrt werden. Bei einer gleichzeitig kohlenhydratarmen, aber kalorienreichen Kost erleichtert es zum einen eine ausreichende Energiezufuhr, zum anderen kann die für die TKTL1-positiven Zellen zum Leben notwendige Energie nicht bereitgestellt werden. Kohlenhydratzufuhr ![]() Während der Ernährungstherapie sollten nicht mehr als 60 bis 70 Gramm Glucose über den Tag verteilt und etwa 7 Gramm Glucose pro Mahlzeit konsumiert werden. Um die eigene Einschätzung zu erleichtern, welche Lebensmittel eine niedrige Insulinausschüttung bewirken, kann auch der glykämische Index (GI) herangezogen werden. Lebensmittel mit einem niedrigen GI verursachen eine geringe Insulinfreisetzung, solche mit einem mittleren GI eine mäßige, und Lebensmittel mit einem hohen GI schütten folglich viel Insulin aus. Obwohl Glucose und Fruktose (Fruchtzucker) süß schmecken und im Körper ineinander umgewandelt werden können, lösen sie doch im Körper verschiedene biologische Wirkungen aus. Während Glucose einen sehr schnellen Blutzuckeranstieg auslöst und damit Insulin freisetzt, hat Fruktose nur eine sehr geringe Insulinfreisetzung zur Folge.
Ballaststoffzufuhr Da Ballaststoffe zum größten Teil nur durch die Bakterienflora des menschlichen Dickdarms verwertet werden können, verursachen sie keine Insulinfreisetzung. Allerdings werden Ballaststoffe häufig nicht vertragen, da sie Blähungen und Völlegefühle auslösen können. Fettzufuhr Die richtige Fettzufuhr ist bei der TKTL1-Ernährungstherpaie von entscheidender Bedeutung. Nicht nur auf die Menge, sondern auch auf die Qualität der Fette kommt es an. So sind Omega-3-Fettsäuren-haltige Produkte wie beispielsweise in Fischen – darunter vor allem Thunfisch, Lachs, Makrele und Hering, besser geeignet als Fleisch und Fleischprodukte. Ähnlich verhält es sich mit den pflanzlichen Ölen. Hochwertige pflanzliche Öle, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind, sind denen mit gesättigten Fettsäuren vorzuziehen. Eiweißzufuhr Eine ausreichende Eiweißversorgung ist für die Erhaltung der Körpermuskulatur entscheidend. Vor allem Lebensmittel mit einer hohen biologischen Wertigkeit sind empfehlenswert, da diese eine optimale Zusammensetzung aufweisen, um die Versorgung mit lebensnotwendigen Aminosäuren zu gewährleisten. Vitamin- und Mineralstoffzufuhr Einige Vitamine können ebenso wie Mineralstoffe bestimmte Krebsarten in ihrem Verlauf beeinflussen. Diese Elemente zeichnen sich durch antioxidative Eigenschaften aus, das heißt, sie fangen besonders aggressive gewebeschädigende Stoffe - die Radikale - ab.
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