Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke nur einen.
Indisches Sprichwort
Grundlagen
| Warburg-Hypothese |
| TKTL1-Stoffwechsel |
| Diagnostik |
| Prinzip |
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Die TKTL1-Ernährungstherapie zielt ausschließlich auf den Vergärungsstoffwechsel in Zellen. Sie nutzt die Schwachstellen von vergärenden Tumorzellen aus. Diese benötigen zur Energiegewinnung im Vergleich zu gesunden Körperzellen wesentlich mehr Glucose und sind nicht mehr in der Lage, Fette und Öle zu verbrennen. Das Prinzip dieser Therapie besteht daher im Wesentlichen darin, auf den Verzehr von Zuckern und Kohlenhydraten zu verzichten und sich statt dessen von Fisch, Fleisch und Gemüse zu ernähren. Da dies in der Praxis nicht immer leicht zu realisieren ist, wurden spezielle Produkte konzipiert, die die Umsetzung einer solchen Ernährungsweise erleichtern. Durch den Entzug von Kohlenhydraten bzw. Zuckern in der Nahrung stellt sich der gesamte Stoffwechsel des Körpers um. Durch die fehlende Glucose wird kein Insulin mehr freigesetzt, und somit auch nicht mehr in die Körperzellen transportiert. Die dadurch fehlende Energieproduktion können gesunde Zellen kompensieren, indem sie auf die Verwertung von Ketonkörpern (Stoffwechselprodukte, die beim verstärkten Fettabbau entstehen) umschalten. Diese Umstellung ist den TKTL1-positiven Zellen nicht möglich, da die ß-Oxidation, sprich die Fettverbrennung, blockiert ist. Sie können keine Energie aus Ketonkörpern, Fetten oder Ölen gewinnen, wodurch diese Zellen aushungern. Ohne die Freisetzung von Insulin sind TKTL1-positive Zellen von der Energieversorgung abgekoppelt. ![]() Immer vor dem Hintergrund, dass TKTL1-positive Tumorzellen nachweisbar sind, existieren im Tumor zwei unterschiedliche Typen von Tumorzellen. Eine Chemotherapie greift die verbrennenden Zellen an – und damit neben den verbrennenden Tumorzellen auch gesunde Körperzellen - wirkt aber häufig nicht gegen die vergärende Zellen. Ist dies der Fall, kann eine Chemotherapie den TKTL1-positiven Zellen einen Selektionsvorteil verschaffen. Diese werden nach der Therapie besser mit Glucose versorgt und haben mehr Platz, sich auszubreiten. Im Verlauf der Erkrankung verschiebt sich dadurch das Verhältnis TKTL1-negativer zu TKTL1-positiven Zellen, die Ansprechraten von Chemotherapeutika verschlechtern und die tumorfreie Zeit verkürzt sich. Der Tumor dringt in andere Gewebe ein, bildet Metastasen und die Chancen einer Heilung sinken. Therapiestrategien gegen die Mitochondrien (Zellkraftwerke) oder Enzyme der Atmungskette prallen an diesen Zellen ab. Die Forderung, therapeutische Maßnahmen gegen beide unterschiedlichen Zelltypen zu entwickeln, ist vor diesem Hintergrund sehr berechtigt. Mit diesen Überlegungen verbindet sich die Hoffnung, dass die Wirkung von Chemotherapien durch eine begleitende TKTL1-Ernährungstherapie deutlich verbessert wird. Die TKTL1-Ernährungstherapie kann somit eine Chemo- und Strahlentherapie ideal ergänzen. Es gibt Hinweise darauf, dass TKTL1-positive Zellen unempfindlich gegenüber vielen Chemotherapeutika sind. Ähnlich verhält es sich bei der Strahlentherapie. Es ist bekannt, dass Tumorzellen in sauerstoffunterversorgten (hypoxischen) Regionen resistenter gegenüber einer Strahlentherapie sind. Eine Ernährungsumstellung könnte auch hier die Wirksamkeit der Therapie unterstützen und damit die Aussicht auf Heilung verbessern. Deshalb sollte bei einem Nachweis TKTL1-positiver Zellen im Tumorgewebe parallel zu klassischen Therapieverfahren auch die TKTL1 -Ernährungstherapie durchgeführt werden.
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